Wir für Sie

Aufwertung für Meistertitel

Kommentar von KommR Franz J. Astleithner (Artikel erschienen im rationell reinigen Österreich 9.2020)

Sehr geehrte Innungsmitglieder!

Endlich ist es soweit, seit über zehn Jahren kämpfe ich für die folgende Regelung. Seit dem 21. August 2020 dürfen Absolventen und Absolventinnen einer Meisterprüfung die Eintragung ihres Meistertitels in öffentliche Urkunden verlangen. Unser Dank gilt unserer KommR Bundesrätin Sonja Zwazl, die sich für diese Aufwertung des Meistertitels stark gemacht hat.

Warum soll nun der „Meistertitel“ vor dem Namen geführt werden? Es sollen damit unsere Qualifikationen für alle sichtbar gemacht werden! Mit dieser Qualifikationsbezeichnung zeigen Sie Ihren Kunden, dass Sie in Ihrem Beruf mit der Meisterprüfung die höchste Qualifikation erworben haben. Führen viele Meister und Meisterinnen ihren Titel vor dem Namen an, wird auch in der Öffentlichkeit deutlich: Die Meisterausbildung ist jedenfalls gleich viel wert wie eine akademische Ausbildung!

Wer darf den „Meistertitel“ führen? Nur Personen, die die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben. Dabei ist gleichgültig, wann die Meisterprüfung abgelegt wurde. Hat eine Person bereits vor Inkrafttreten der neuen Bestimmung, zum Beispiel um die Jahrtausendwende, die Meisterprüfung abgelegt, steht ihr die neue Regelung rückwirkend zur Verfügung. Die positiv abgelegte Meisterprüfung wird mit dem Meisterprüfungszeugnis belegt. Nicht berechtigt sind Personen, die keine Meisterprüfung nach der Gewerbeordnung abgelegt haben, sondern eine andere Ausbildung absolviert haben, wie zum Beispiel Küchenmeister, Werkmeister und dergleichen.

Lassen Sie also Ihren Meistertitel bald in Ihre Dokumente eintragen.

Danke nochmals, liebe Frau Ehrenpräsidentin, für diesen Meilenstein!

Ihr Landesinnungsmeister
KommR Franz J. Astleithner