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Mit Volldampf voraus

Im Gespräch mit Landesinnungsmeister Franz J. Astleithner (Artikel erschienen im rationell reinigen Österreich 12.2019)

Mit Franz J. Astleithner sprach rationell reinigen, wie er die Arbeit als Landesinnungsmeister in der abgelaufenen Funktionsperiode erlebt hat.

Herr Landesinnungsmeister, wie war die Innungsarbeit und die Kommunikation mit den Mitgliedern in Niederösterreich in den vergangenen fünf Jahren?

Die ist aus meiner Sicht sehr gut gelaufen, wir haben pro Jahr über 500 Mitgliederkontakte. Da geht es meist um Fragen bei den DFG-Mitgliedern, aber auch bei den Hausbetreuern und den Kosmetikherstellern. Wir haben auch viele Anfragen für individuelle Befähigungsnachweise, bei denen wir aber sehr restriktiv vorgehen. Nach den Fachgesprächen müssen wir zwei Drittel davon ablehnen. Am meisten freue ich mich aber über unsere vielen Veranstaltungen, wie die Schifffahrten, die Nacht der chemischen Gewerbe, die Eisaktion, den Schneeräumer Tag oder die Job Days für die Lehrlingsgewinnung. Dort haben ich und mein Team, dem ich sehr für die gute Zusammenarbeit danke, das Ohr bei unseren Mitgliedern.

Wie ist die Struktur in Niederösterreich?

Wir haben 274 DFG-Betriebe, 1.981 Hausbetreuer und 55 Schädlingsbekämpfer im Bundesland aktiv, womit wir die sechstgrößte Innung sind. Dazu kommen noch die anderen Berufsgruppen wie die Kosmetikerzeuger, die Schädlingsbekämpfer, die Arzneimittel-Hersteller sowie die Medizinproduktehersteller und die Hersteller von chemischen Produkten. Es gibt also eine Menge zu tun. Wir haben in allen Berufsgruppen 26 Lehrlinge in Ausbildung und in den letzten fünf Jahren 15 neue DFG-Meister ausgebildet, war mir persönlich sehr wichtig ist.

Wo liegen die Probleme in Niederösterreich?

Die liegen hauptsächlich in der geographischen Lage. Durch die Nähe zu den Oststaaten haben wir viele legale und auch illegale Einpendler, die uns das Leben schwer machen. Durch die niedrigeren Lohnnebenkosten der entsendeten Arbeitskräfte gibt es leider einen Wettbewerbsvorteil für die Ausländer.

Wie ist die Auftrags- und Preissituation?

Wir haben viele gute Aufträge, weil das Auslagern immer beliebter wird, aber leider zu wenige Mitarbeiter, um alles auch abzuarbeiten. Die Preissituation ist schlecht. Es gelingt uns leider nicht, faire Preise zu erzielen. Während eine Kfz-Meisterstunde 50 Euro und mehr kostet, können wir froh sein, wenn wir 25 Euro erzielen. Ich bin dafür, dass die Löhne in unserer Branche steigen, dann können wir mehr Interessenten anziehen.

Wo liegen die Chancen für die Zukunft?

Ich sehe viele gute Chancen, da wir ein zukunftsträchtiges Handwerk sind, das immer gebraucht wird. Gut ausgebildete Mitarbeiter, vor allem auf Meisterebene, sind immer gefragter. Dafür sorgen auch schon die BBG-Ausschreibungen, bei der jeder Meister Punkte bringt.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der Bundesinnung?

Ich habe mit Gerhard Komarek ein sehr gutes Verhältnis, wir ziehen alle an einem Strang. Ich freue mich jedenfalls mit meinem gesamten Ausschuss-Team und auch meinen Mitarbeitern im Innungsbüro mit Mag. Gregor Berger auf die nächsten Jahre, in denen wir noch viel vorhaben. Die Arbeit wird schließlich nicht weniger.

Dann bedanken wir uns für das Gespräch und freuen uns schon auf weitere Jahre der Zusammenarbeit.

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