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Wucherpreise sind keine Lösung

Kommentar von KommR Franz J. Astleithner (Artikel erschienen im rationell reinigen Österreich 5.2020)

Liebe Mitglieder im Ausnahmezustand!

Die Versorgungssicherheit in Hygienebereich und besonders im öffentlichen Desinfektionsbereich ist in erster Linie Aufgabe des Gebäudereinigermeisters, insbesondere mit Desinfektorausbildung.

Lieferproblerne der Desinfektionsmittel gibt es jetzt hoffentlich nicht mehr. Das ist leider keineswegs eine Selbstverständlichkeit, gab es doch bei Ausbruch der Krise kaum Rohstoffe. Ethanol und lsopropylalkohol waren Mangelware.

Ein schlimmes Beispiel dazu: Ein Großhändler mit Sitz im Bezirk Baden hat das Sprichwort „geschnitten gehört, wenn Maht is“ zu wörtlich genommen und den Preis von Ethanol mehr als verachtfacht(!). Für diese Firma gilt wahrscheinlich der Satz „zurück bleibt verbrannte Erde“. Ich kann mir vorstellen, dass sehr viele Unternehmen – mit Charakter – bei diesem Betrieb nichts mehr kaufen. Dagegen hat ein Mitbewerber aus dem Bezirk Tulln vorbildlich Rücksicht auf Spitäler, Ärzte und Gemeinden genommen und nur die Teuerung der Rohstoffe weitergegeben, ohne einen saftigen „Krisenaufschlag“ zu verlangen.

Dieses Beispiel zeigt, dass wir alle langfristig denken müssen und nicht auf kurzfristige Vorteile aus sein dürfen. Wir werden daher diese vorbildliche Firma nach der Krise vor den Vorhang bitten und auszeichnen. Ich bedanke mich bei meinem gesamten Innungsteam für die gute Zusammenarbeit in dieser schwierigen Situation und wünsche Ihnen, Ihren Familien und Ihren Mitarbeitern alles Gute in der Krise und viel Gesundheit.

Ich hoffe, sicher auch in Ihrem Namen, dass die Krise bald vorbei ist und die Nachwirkungen nicht so stark werden, wie jetzt befürchtet.

Ihr Landesinnungsmeister
KommR Franz J. Astleithner